Herbstferien 2019 Rückblick

In den Herbstferien erfuhren die Kinder alles Wissenswerte über Geld.

Montag, 7. Oktober

Am heutigen Montag trafen sich 16 Kinder und zwei BetreuerInnen, um die Herbstferien gemeinsam zu verbringen.

Da die Kinder sich teilweise nicht kannten, begannen wir den Tag mit einem gemeinsamen Spiel, das „1,2,3 und vier“ heisst. Dabei konnten sich unsere kleinen Gäste gegenseitig kennenlernen. Damit keine Langeweile aufkam, spazierten wir bereits am Morgen auf drei verschiedene Spielplätze, dort konnten sich die Kinder nach Herzenslust austoben. Nach dem Mittagessen erfuhren die Kinder, mittels kleiner Theaterstücke, wie in der Ur-Zeit der Tauschhandel funktionierte, was Naturgeld ist, wann die ersten Münzen geprägt wurden und wann und wo das Notengeld erfunden wurde. Während des ganzen Programms gab es immer wieder kleine Aufträge, die die Kinder erfüllen mussten. Wurde der Auftrag korrekt ausgeführt, gab es dafür Punkte und am Ende des Tages wurden diese zusammengezählt. Wenn man 10 Punkte erreicht hatte, gab es dafür einen kleinen Preis, den die Kinder mit nachhause nehmen durften. Die Kinder freuten sich sehr über die Theateraufführungen und so ging ein friedlicher und schöner Tag zu Ende.

Dienstag, 8. Oktober

Heute, am Dienstag, begannen wir den Tag mit dem Spiel „Taler, Taler du musst wandern.“ Auch hier ging es darum sich gegenseitig besser kennenzulernen. Bei herrlichem Sonnenschein machten wir uns dann auf den Weg zum roten Platz. Dort konnten die Kinder herumrennen, Fussball spielen und mit den Bobby-Cars herumfahren. Am frühen Nachmittag standen für die Kinder dann die Bastelmaterialien bereit, um selbst Geld zu kreieren. Man durfte Noten malen, Geld aufs Papier pausen und aus Salzteig selbst Münzen formen und diese dann mit Goldfarbe bemalen. Nach dem Zvieri erfuhren die Kinder, dass es bei den Römern Geldwechsler gab. Diese handelten ihre Münzen auf einer sogenannten Banca. Nun kam es vor, dass den Händlern das Wechselgeld ausging. Die erbosten Kunden warfen dann die sogenannte Banca um, dabei ging auch hin und wieder eine zu Bruch. Die Menschen schrien „Banca rotta!“, was übersetzt zerschlagene Bank heisst. So entstand das Wort Bankrott. Heute konnten die Kinder ihre Kreativität ausleben und erfuhren eine interessante Geschichte zum Thema Geld.

Mittwoch, 9. Oktober

Auch den Mittwoch begannen wir mit einem Kennenlernspiel, das „Versteinerlis“ genannt wird. Dabei tanzten die Kinder zu Musik und wenn diese abgestellt wurde, musste man stillstehen. Wer sich zuletzt noch bewegte, war raus. Trotz des Regens konnten die Kinder danach noch im Freien unter dem Schulhausdach Zeitunglesen spielen und ein Wettrennen veranstalten. Nach einem feinen Mittagessen gab es eine Dia-Show zum Thema Goldrausch in Kalifornien. Erklärt wurde dabei, dass die Goldgräber aus allen Herren Ländern nach Kalifornien kamen, um das begehrte Edelmetall zu finden. Weiter erfuhren unsere kleinen Gäste, wie hart die Arbeit des Goldwaschens ist. Erstaunt waren die Kinder, dass die meisten Goldwäscher nicht reich wurden, auch wenn sie Gold gefunden hatten, da die Preise für Werkzeuge, Unterkünfte und Essen sehr hoch waren. Nach diesen spannenden Erklärungen durften die Kinder in unserem Sandkasten selbst nach Gold suchen. Die Funde wurden auf unserer fiktiven Bank in Geld umgetauscht. Jedes Kind erhielt so 1.10 Fr. Mit diesem kleinen Vermögen, spazierten wir gemeinsam zu einem Einkaufsladen. Dort durfte jedes Kind für sein Geld etwas einkaufen. Die meisten Kinder entschieden sich für ein Säckchen Gummibärli, zwei Kinder kauften Salzstängeli. Zum Abschluss des Tages wurde eine Bildergeschichte zu den Levis-Jeans erzählt. Herr Levis Strauss ist nämlich wirklich mit dem Goldrausch in Kalifornien reich geworden, indem er die richtige Hose für die Goldgräber erfand.

Donnerstag, 10. Oktober

Heute machten wir uns schon am Morgen auf den Weg nach Basel. Kaum dort angekommen, war es auch schon Zeit für das mitgebrachte Mittagessen. Danach spazierten wir vom Bahnhof zur Raiffeisenbank. Auf dem Weg konnten die Kinder die Börse von Basel sehen, wir verweilten am Tinguely-Brunnen und sahen den Hammering Man. In der Raiffeisenbank erklärte eine sehr sachkundige Angestellte den Kindern die Sicherheitszeichen der Hunderternote und zeigte ihnen, wie blinde Menschen den Wert der Note, die sie in den Händen halten, spüren können. Darauf begaben wir uns in den Tresorraum der Bank. Die Kinder konnten sehen, wie das Geld in den Tresor kommt. Spannend war auch zu erfahren, wie gut dieser Raum abgesichert ist und wie eine Maschine das Geld zählt. Als letzte Attraktion durften die Kinder zusehen, wie ein Geldautomat von hinten aussieht und funktioniert. Die Kinder waren sichtlich beeindruckt vom Besuch in der Raiffeisenbank, denn im Zug erzählten sie immer noch heftig vom Panzerglas im Tresor.

Freitag, 11. Oktober

Wie die Zeit vergeht, schon war der letzte Tag der Ferienbetreuung angebrochen. An diesem wunderschönen, sonnigen Tag machten wir uns schon früh auf die Reise nach Zürich. Unser heutiges Ziel war das Money-Museum in der Nähe der Station Rigiblick. Vom Bahnhof aus, fuhren wir mit dem Tram bis zur Station Rigiblick und stiegen dort in die Drahtseilbahn Rigiblick um. Ganz oben angekommen, konnten wir unser mitgebrachtes Mittagessen bei herrlichem Wetter und einer wunderschönen Fernsicht geniessen. Nach dem Essen spazierten wir zum Money-Museum, wo wir bereits erwartet wurden. Am Anfang der Führung konnten sich die Kinder Naturgeld aus der ganzen Welt ansehen. Dies reichte von den bereits bekannten Muscheln bis hin zu Teegeld. Danach waren im unteren Stock Goldmünzen aus verschiedenen Zeiten und Länder zu bestaunen. Zu guter Letzt durften die Kinder selbst eine Münze prägen, die sie am Abend mit nachhause nehmen durften.

Die Kinder nahmen bestimmt nicht nur die Münze mit nach Hause, sie konnten in dieser Woche viel darüber erfahren, wie das Geld schrittweise vom Tauschhandel bis zu unserem heutigen Geld in unser allen Leben kam.